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Aktuelles

13.08.2018

Universität Bern und CEval führen erstmals IPDET durch

Im vergangenen Jahr hatte sich das Konsortium Universität Bern und CEval gegen 21 Mitbewerber bei der Ausschreibung um die Durchführung des renommierten Weiterbildungsprogramms "International Program for Development Evaluation Training (IPDET)" durchgesetzt.

Vom 16. Juli bis 27. Juli 2018 führte das Konsortium zum ersten Mal das Weltbankprogramm an der Universität Bern durch. Reinhard Stockmann (CEval) gab in seiner Keynote zu Beginn der Veranstaltung zu bedenken, dass Evaluation derzeit zwar einen weltweiten Boom erlebe, doch dass die Evaluation im Rahmen globaler Veränderungen vor großen Herausforderungen stehe. Häufig werde sie als Managementinstrument verwendet, um Programme und Projekte effektiver und effizienter zu gestalten sowie als Instrument zur Rechenschaftslegung, um die eigene Arbeit zu legitimieren, doch selten als „Aufklärungsinstrument", um sensible politische Bereiche unabhängig von staatlicher Bevormundung zu evaluieren. Allerdings käme es im Kontext nachhaltiger Entwicklungsprozesse gerade auf diese Evaluationsfunktion an.

     

Fast 200 Teilnehmer aus über 70 Ländern besuchten den einwöchigen Einführungskurs und die anschließenden Workshops zu Themen wie: Evaluating SDG's ,Private Sector Evaluation, Case studies in program evaluation, Quantitative Impact Evaluation, Quantitative Data Analysis, Evaluation Design Matrix, Results-Based Monitoring & Evaluation for Middle and Upper Management.

Ein besonderes Highlight waren der Workshop von Michael Patton zu Utilization-Focused Evaluation sowie seine Abschluss-Keynote, in der er die Rolle der Evaluation in einer von der Menschheit bedrohten Erde beschrieb. Eindrücklich beschrieb er die globalen Herausforderungen der Zukunft und forderte eine transformative „Blue Marble Evaluation", die sich mit Fragestellungen auseinandersetzt, die das Schicksal der Menschheit insgesamt betreffen. Auf die Melodie von „We are the World" stimmten alle in die von Michael Patton gedichteten Zeilen ein:

"There comes a time

When we heed a a certain call

When evaluation must evolve

The Blue Marble calls us

To do what must be done

The future of our planet must be won"

 


16.05.2018

CEval führt Folgestudie zur Wirkung des Fairen Handels auf ländliche Entwicklung durch

Im Rahmen der Jahrespressekonferenz von Fairtrade Deutschland wurde am 15. Mai 2018 in Berlin die vom Centrum für Evaluation (CEval) angefertigte Wirkungsstudie „Auswirkungen des Fairen Handels auf die Armutsbekämpfung durch ländliche Entwicklung“ der Öffentlichkeit vorgestellt.

Aufbauend auf der Baseline-Studie von 2011/12 wurde CEval von Fairtrade Deutschland, der Stiftung Max Havelaar Schweiz, Fairtrade Österreich sowie dem Schweizer Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) mit der Durchführung dieser 2017/18 realisierten Folgestudie beauftragt.

Ziel der Studie war eine Bewertung ob und wie das Vorhandensein von Fairtrade zertifizierten Produzentenorganisationen zu einer Verbesserung der Lebensbedingungen seiner Produzenten und deren direkter Umgebung beigetragen hat. Mithilfe von Experteninterviews, Fokusgruppendiskussionen, teilnehmenden Beobachtungen sowie partizipativen, quantifizierenden Bewertungsmethoden konnten Entwicklungspfade mit Blick auf soziale, ökonomische und ökologische Veränderungen nachvollzogen und im zeitlichen Vergleich evaluiert werden. Die Folgestudie umfasst die gleichen Produkte (Bananen, Kakao, Kaffee, Baumwolle, Blumen und Tee), Produzententypen (Small Producer Organizations (SPO), Hired Labor (HL) und Contract Production (CP)) sowie Länder (Peru, Ghana, Kenia und Indien) wie die Studie von 2011/12.

Die vollständige Studie kann hier heruntergeladen werden.

 


02.05.2018

CEval evaluiert das empowering people.Network...

Im Auftrag der Siemens-Stiftung haben Susanne Johanna Väth und Friederike von Cölln das empowering people. Network (epN) evaluiert. Ziel des epN ist es, vielversprechende Low-Tech-Lösungen zugänglich zu machen und deren erfolgreiche Umsetzung auf der Basis nachhaltiger Entrepreneurship-Modelle voranzutreiben. Um die Relevanz, Effektivität, Effizienz, Wirkung und Nachhaltigkeit des Netzwerks besser zu verstehen, implementierte das CEval-Team ein mixed-methods-Design mit einer Online-Befragung und acht vertiefenden Fallstudien.

Interview mit Dr. Susanne Johanna Väth: http://blog.empowering-people-network.siemens-stiftung.org/evaluations-promote-a-culture-of-error-dr-susanne-johanna-vath/

Hier lernen Sie mehr über das epN: https://www.empowering-people-network.siemens-stiftung.org/

Der veröffentlichte Kurzbericht ist unter folgendem Link zu erreichen: http://www.empowering-people-network.siemens-stiftung.org/fileadmin/user_upload/Publications/epN_Evaluation_-_Executive_Summary.pdf


02.05.2018

CEval führt Meta-Evaluation für Finnland durch

Das finnische Außenministerium hat 2017 eine Meta-Evaluation und einen systematischen Review von 51 dezentralen Evaluationsberichten und Leistungsbeschreibungen von bi-, multi- und multi-bilateralen Entwicklungsmaßnahmen in Auftrag gegeben. Die Untersuchung wurde am CEval im Unterauftrag von Particip von einem 5-köpfigen Team unter der Leitung von Susanne Johanna Väth konzipiert und umgesetzt. Neben Cornelia Römling (Mitentwicklung und Anwendung der standardisierten Bewertungsinstrumente) und Stefan Silvestrini (Backstopping und Qualitätssicherung) haben Petra Mikkolainen von Indufor und Michael Lieckefett von Particip (beide systematischer Review) an der Studie mitgewirkt. Der veröffentlichte Bericht und das Webinar sind unter folgendem Link zu erreichen: http://formin-origin.finland.fi/public/default.aspx?contentid=374185&contentlan=2&culture=en-US 

 


12.04.2018

CEval und Uni Bern führen Evaluations-Weiterbildungsprogramm der Weltbank durch

Gemeinsam mit der Universität Bern (Schweiz) wurde das CEval als Träger der Neuauflage des Internationalen Programms für Entwicklungsevaluationstrainings (IPDET) von der Unabhängigen Evaluationsgruppe (IEG) der Weltbank ausgewählt. IPDET war von 1999 bis 2016 an der Carleton University in Ottawa, Canada, angesiedelt und hat sich in dieser Zeit mit insgesamt mehr als 3.500 Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus 125 Ländern als weltweit führendes Weiterbildungsprogamm für die Evaluation in der Entwicklungszusammenarbeit etabliert. Ab Sommer 2018 werden nun die Kurse des IPDET-Programms in Europa an der Universität Bern in Kooperation mit dem CEval angeboten. Die Anmeldung für das erste Kursprogramm vom 16. bis 27. Juli ist noch bis zum 13. Mai 2018 möglich (für weitere Informationen siehe www.ipdet.org). Auf Seiten des CEval obliegt die Leitung des Programms Prof. Dr. Reinhard Stockmann und Privatdozent Dr. Wolfgang Meyer. Ziel ist es das IPDET Programm gemeinsam mit dem Zentrum für universitäre Weiterbildung (ZUW) der Universität Bern und der IEG entsprechend der sich verändernden Ansprüche und Kontextbedingungen weiterzuentwickeln und zu modernisieren. Aus saarländischer Perspektive ist besonders interessant, dass das Weltbankprogramm mit dem im April startenden Blended Learning Master Evaluation  verknüpft werden soll.